8. Ökumenischer Stadtkreuzweg in Schwechat am 14. März 2008

Trotz strömendem Regen gingen Christen aus - 7 christlichen Kirchengemeinschaften gemeinsam durch Schwechat - -
Zum 8. Mal fand heuer der ökumenisch getragene „Schwechater Stadtkreuzweg“ wie immer am Freitag vor dem Palmsonntag (diesmal Fr, 14. 3. 2008) statt.
7 christliche Gemeinden waren mit dabei: Die Altkatholische Kirche Wien-Ost, die Äthiopisch-Orthodoxe Tawahedo-Kirche (sie feiern jeden Sonntag in der Kleinschwechater Kirche Gottesdienst), die Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Schwechat, sowie die Römisch-Katholischen Pfarren Mannswörth, Rannersdorf, Schwechat (alle liegen im Stadtgebiet) und Zwölfaxing.
Der Start bei der Evangelischen Kirche war mit 17.30 Uhr bewusst früh angesetzt, so wurde dieser von Trommeln getragene Schweigemarsch mit 7 Gebetsstationen von vielen Schwechater/inne/n wahrgenommen. Und trotz strömendem Regen war die Aktion erstaunlich gut besucht: Selbst Kälte und „geöffnete Himmelsschleusen“ konnten die Christen nicht von Ihrem Bekenntnis nach außen abhalten.
„So knapp vor dem größten Fest der Christenheit ist es ein wichtiges Zeichen, das auch jene Schwechater/innen darauf aufmerksam macht, die keinerlei Bezug zu ihrer Kirche haben!“ meint der röm.-kath. Pfarrer von Schwechat, Gerald Gump. „Und es ist schön, dass der Kreuzweg schon zum 8. Mal und so ökumenisch breit mitgetragen wird – alle Schwechater Pfarr- und Kirchengemeinden sind mit dabei, heuer zusätzlich auch ganz offiziell die Altkatholische Kirchengemeinde Wien-Ost!
Und wir konnten gemeinsam zeigen: Es ist eine Botschaft, die nicht für die Sakristei bestimmt, sondern dass die Sprengkraft des Evangeliums eine Botschaft für die Welt heute ist!“ Stationen wurden von unterschiedlichsten Gruppen gestaltet, z. B. eine Station von der Katholischer Jungschar, eine von den Evangelischen Konfirmant/inn/en, eine von der Polizei, sowie den verschiedenen, christlichen Gemeinden.
Der Leidensweg Jesu ist auch heute in den Leidenswegen unzähliger Menschen präsent und in ihrem Leid geht Jesus mit ihnen – so der zentrale Gedanke des Schweigemarsches mit Gebetsstationen. Ausgehend von der Evangelischen Kirche wurden am Weg verschiedenste Leid-Situationen benannt, die alle im Großbereich des heurigen Themas standen: Der Weg Jesu mit uns – unser Weg mit IHM (so das heurige Motto). Schnell wurde deutlich, dass es Situationen sind, die uns direkt betreffen. In und aus all dem wurde in christlicher Verbundenheit zu Gott gerufen und neue Handlungsperspektiven angeregt.
Der Kreuzweg schloss mit einem Gebet in der Katholischen Kirche am Schwechater Hauptplatz und mündete in eine Agape. Das Thema wird in der Feier von Leben, Tod und Auferstehung (Ostern) nun in den einzelnen Kirchen weitergeführt.
Bericht: Pfr. Gerald Gump - Fotos: Anni Matzinger