Allgemeine Einleitung: Das Pfarrprofil ist eine Rückschau auf die letzten fünf Jahre und eine Hilfe, die Situation in der Pfarrgemeinde am Ende der Pfarrgemeinderatsperiode gemeinsam zu beleuchten. Es bietet eine Grundlage, neue Ziele zu finden. Mit dem Pfarrprofil sollen sich der Pfarrgemeinderat und andere pfarrliche Mitarbeiter/innen befassen.
Gliederung des Pfarrprofils:
1. Umfeld und Grundstruktur der Pfarre
2. Grunddienste 2.1 Verkündigung 2.2 Liturgie 2.3 Diakonie 2.4 Communio
3. Weiterentwicklung Der dritte, zukunftsoriontierte Teil des Pfarrprofils soll mit dem neuen Pfarrgemeinderat bearbeitet werden. Anregungen, wie die Auseinandersetzung damit im neuen Pfarrgemeinderat erfolgen kann, werden bis zur PGR-Wahl weitergegeben.
1. Umfeld und Grundstruktur der Pfarre
Eine Möglichjkeit, die gesellschaftliche Struktur der Pfarre zu erkunden, bieten Statistiken, Unterlagen. Statistiken zeigen aber nur eine Seite der Realität. Eine andere Perpektive bekommen Sie, indem Sie z.B. bewusst durch Ihren Ort gehen und wahrnehmen. Schauen Sie mit offenen Augen was im Ort sozial, wirtschaftlich, bevölkerungsmäßig (z.B.:Zugezogene) und bezüglich religiöser Bedürfnisse passiert und passiert ist. Mit einem zweiten Blick schauen Sie dann, was die Pfarre macht. Kaum Veränderung seit 2001. Neue Bewohner zurückhaltend, erste Kontakte mit der Pfarrgemeinde, wenn die Kinder das Alter für die Erstkommunion haben.. Neu: Kindermessen (1.Sonntag im Monat) und wöchentliche Ministrantenstunde. Immer weniger und immer ältere Leute bei Wochentagsmessen, Kreuzweg- und Mai- Andachten.
2. Grunddienste
Vieles geschieht in den Pfarren und ist wichtig. Wenn im Pfarrprofil nach dem Schwerpunkt gefragt wird, ist nicht alles gemeint sondern das, wo Sie in der Pfarre Kräfte bündeln. Es geht um die Analyse, was tatsächlich in Ihrer Pfarre Schwerpunkt ist, d.d. wo sie am meisten investiert (persönlicher Einsatz, Zeit, Material, Finanzmittel,...)
2.1 Verkündigung
Glauben empfangen und bezeugen
Verkündigungsdienst - Glaubenszeugnis
Pfarrgemeinde lebt - wie jede christliche Gemeinde - vor allem aus der Begegnung mit dem Wort Gottes.
Die ganze Lebenswirklichkeit des Menschen wird wahrgenommen unter dem Anspruch dieser Frohen Botschaft. Herausgefordert durch die eigene konkrete Lebenssituation bemüht sich jede Christin und jeder Christ um ein glaubwürdiges Zeugnis in Wort und Tat.
Die Pfarrgemeinde nimmt den Grunddienst "Verkündigung" in unterschiedlicher Weise wahr:
im persönlichen Glaubenszeugnis, in Glaubensgesprächen, in Sakramenten- und Bibelpastroal, in der Erwachsenenbildung, in der Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen, durch Pfarrbrief und Hausbesuch, bei Pfarrfesten, .....
Was ist im Bereich Verkündigung DER Schwerpunkt in unserer Pfarre? Ansprechende Gottesdienstgestaltung Predigten mit Ziel: Stärkung des persönlichen Glaubens Pfarrblatt alle zwei Monate Wie ist es zu diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) gekommen? Erfahrung allgemeiner Unwissenheit in Glaubensdingen Was wollen wir in dieser Pfarre mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) erreichen? Stärkung des persönlichen Glaubens Dankbarkeit für Kirchen - Mitgliedschaft Pfarre als Heimat Erreichen wir in der Pfarre mit unserem Tun das, was wir wollen? Wie weit treffen wir mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) die Bedürfnisse der Menschen?
2.2 Liturgie Gott feiern, das Leben feiern Gottesdienst - Glaubensfeier
Gottesdienst ist der Dienst Gottes am Menschen und die Antwort des Menschen auf die Zuwendung Gottes.
So wie die Zuwendung Gottes vielfältig erfahrbar wird, gibt es verschiedene Formen der Feier des Gottesdienstes (Feier der Sakramente, Eucharistie, Wortgottesdienste, Stundengebet, Andachten, Wallfahrten, ....)
Gottesdienst lebt von der Beteiligung aller und dem Zusammenspiel der verschiedenen Rollenträger in der Liturgie.
Gottesdienst wird als lebendig erfahren, wenn darin auch das alltägliche Leben zur Sprache kommt.
Was ist im Bereich Liturgie DER Schwerpunkt in unserer Pfarre? Gestaltung der Sonntagmessen Verdeutlichung des Kirchenjahres Wie ist es zu diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) gekommen? Unwissenheit in Glaubensdingen Desinteresse der Gewohnheitschristen Was wollen wir in dieser Pfarre mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) erreichen? Erreichen wir in der Pfarre mit unserem Tun das, was wir wollen? Wie weit treffen wir mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) die Bedürfnisse der Menschen?
2.3 Diakonie aus dem Geiste Jesu füreinander da sein und anderen helfen
Dienst am Nächsten - Glaubenstat
Als christliche Gemeinde zu leben, heißt, dem Beispiel Jesu folgen:
> aufmerksam sein für die Nöte und Bedürfnisse der Menschen und sie fragen: Was willst Du, dass ich Dir tue?
> Solidarisch mit den Menschen leben und die Zuwendung Gottes spürbar werden lassen, z.B. durch: Krankenbesuch, Seniorenarbeit, Caritaskreis, Flüchtlingsbetreuung, Hilfe in Notsituationen, Suppensonntag/Sammlungen, Entwicklungshilfe/Mission, Bewusstseinbildung für Menschen in Not, Betreuung von Kindern und Jugendlichen, .... Ohne tätige Nächstenliebe ist die Verkündigung unglaubwürdig und der Gottesdienst tot.
Was ist im Bereich Diakonie DER Schwerpunkt in unserer Pfarre? Grüße und Geschenke für Pensionisten zu Ostern und Weihnachten Monatlich Senioren - Nachmittag (wenig Anklang) Suppensonntag in der Fastenzeit, mobiles Notquartier Wie ist es zu diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) gekommen? Beispiel von anderen Pfarren spontanes Aufkommen Was wollen wir in dieser Pfarre mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) erreichen? Verbindung mit der Pfarrgemeinde Verbindung der Pfarrangehörigen untereinander Erreichen wir in der Pfarre mit unserem Tun das, was wir wollen? Wie weit treffen wir mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) die Bedürfnisse der Menschen?
2.4 Communio Gemeinsam mit Gott unterwegs sein
Geschwisterlichkeit - Dienst an der Gemeinschaft - Glaubensgemeinschaft
Wir sind als Menschen unterschiedlich, aber aufgrund der Taufe gleich an Würde und Berufung (vgl. LG32, can. 208 CIC).
Deshalb erfüllt die Pfarrgemeinde den Grundauftrag
> in zwei Polen: Pfarrgemeinde sammelt einerseits Kerngemeinschaften im Glauben (Kinder- und Jugendpostoral, Familien-, Frauen-, Männer-, Seniorenrunden, Pfarrfesten, ...)
und öffnet sich anderseits missionarisch für die größere Gemeinschaft aller Pfarrangehörigen und Menschen im Pfarrbereich (Wohnviertelapostolat, Besuchsdienste, Betreuungsdienste, ... )
> in der partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen allen in der Gemeinde: zwischen Priestern, Diakonen, hauptamtlichen und ehrenamtlichen Laien im Leitungsteam, Pfarrgemeinderat, Fachausschüssen, pfarrlichen Gruppen und apostolischen Bewegungen
> in einer guten Machtkultur: Pfarrgemeinde braucht Leitung, die verantwortlich ist, dass die Pfarre dem Evangelium gemäß lebt
> in der Förderung und Einbeziehung möglichst vieler Talente und Charismen zum Aufbau der Pfarrgemeinde
> in einer guten Konfliktkultur
Was ist im Bereich Communio DER Schwerpunkt in unserer Pfarre? Guter Pfarrgemeinderat Beisammensein (Agape) an Gründonnerstag, Fronleichnam, Erntedank, Adventmarkt, Flohmarkt, monatlicher Pfarr - Cafe, Rannersdorfer (Musikgruppe) Ministrantenrunde, Frauenrunde, Kirchenchor Wie ist es zu diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) gekommen? Pfarrgemeinderat - Atmosphäre durch Gemeinsamkeit Beispiele anderer Pfarren Was wollen wir in dieser Pfarre mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) erreichen? Zusammengehörigkeitsgefühl stärken Erreichen wir in der Pfarre mit unserem Tun das, was wir wollen? Wie weit treffen wir mit diesem Schwerpunkt (diesen Schwerpunkten) die Bedürfnisse der Menschen? 2433 Einwohner sind in Rannersdorf 2006 davon 1677 Katholiken 695 Ausgetretene 61 Andersgläubige 522 Einwohner sind in Kledering 2006 davon 391 Katholiken 110 Ausgetretene 21 Andersgläubige |